1945 – ALLES BEGINNT MIT EINER KORBTRUHE

Not macht erfinderisch, Können macht erfolgreich
Deutschland in den Kriegs- und Nachkriegsjahren: Es mangelt an allem, die industrielle Produktion ist am Boden, Rohmaterial kaum vorhanden. Der Bedarf an notwendigen und praktischen (Einrichtungs-) Gegenständen jedoch ist immens. Ewald Schillig nutzt das zu dieser Zeit traditionelle, in Oberfranken heimische Flechthandwerk und regionale Rohstoffe – und fertigt in Eigenregie raffinierte Korbtruhen mit gepolsterter Deckelfläche. Diese simplen wie genialen „Möbelstücke” treffen bei der Bevölkerung ins Schwarze – weil sie Sitzplatz und Stauraum zugleich sind und in dieser Zeit der Entbehrung gleich zwei „Nöte” auf einmal lindern.

Bedarf erkennen, Bedarf decken:
Das Unternehmen Ewald Schillig entsteht
Die Nachfrage nach Dingen des täglichen Bedarfs steigt in den Nachkriegsjahren stetig. Ewald Schillig beginnt mit der Produktion weiterer Korbwaren und gründet noch im selben Jahr das gleichnamige Unternehmen. Von Anfang an versteht sich der Ebersdorfer Unternehmer ausnehmend gut darauf, die Bedürfnisse der Menschen zu erkennen und zu decken - mit handgearbeiteten, durchdachten und schlichtweg „ehrlichen” Produkten zu fairen Preisen.

  • 1950ER-JAHRE – DIE PRODUKTION VON KINDERWÄGEN

    Wiederaufbau und Wirtschaftswunder
    In der Zeit zwischen Wiederaufbau und Wirtschaftswunder beginnt Deutschland zusehends, sich vom Krieg zu erholen. Das Leben normalisiert sich, was nicht zuletzt mit einem Anstieg der Geburtenraten einhergeht. Auch diesmal begegnet Ewald Schillig einer gesellschaftlichen Entwicklung mit einem passenden Produkt: Er weitet die Produktion auf Kinderwägen aus. Die aus Flechtmaterial, Stoff und Kunststoff bestehenden Wägen finden großen Anklang und sind bald weit über die heimische Produktionsstätte Ebersdorf bekannt. Bis heute werden die mittlerweile begehrten Sammlerstücke auf diversen Auktions-Plattformen gehandelt.

  • 1960ER-JAHRE – EWALD SCHILLIG UND LEONHARD HENNING

    Gleich und gleich gesellt sich gern:
    Ewald Schillig und Leonhard Henning treffen aufeinander
    Familiäre Bande bringen zwei erfolgreiche Unternehmer einander näher: Ewald Schillig und Leonhard Henning, den Schwiegervater von Schilligs Tochter Traude. Der Weidhausener Unternehmer Henning fertigt bereits seit den 30er-Jahren Korbwaren, Korbmöbel und Kinderwägen. Nach 1945 auch die ersten Polstermöbel – anfangs noch mit einem Rohrgeflecht versehen, später mit einem Holzgestell aus heimischer Weidhausener Eiche. Die Garnituren erfreuen sich größter Beliebtheit und auch Hennings Unternehmen wächst in den 60er-Jahren kontinuierlich.

  • 1980ER-JAHRE – GEMEINSAME PRODUKTION UND EIN NEUES WERK

    Sachverstand, Effizienz und Erfolg mal zwei
    Leonhard Hennings Sohn Horst, Ewald Schilligs Schwiegersohn, übernimmt die väterliche Produktionsstätte. Er führt diese mit dem Ewald Schillig-Werk zusammen und legt mit seinen klugen Investitionen und Überlegungen das Fundament für die Erfolge des gemeinsamen Unternehmens. Dies erfordert unter anderem den Verkauf der bisherigen Produktionshallen und den Neubau einer modernen Produktionsstätte, in der eine zeitgemäße, effiziente und qualitätsbetonte Polstermöbel-Fertigung gewährleistet werden kann.

  • 1990ER-JAHRE – EINE ERFOLGSGESCHICHTE WIRD FORTGESCHRIEBEN

    Modernste Standards und unumstößliche Werte
    Das neue Werk wird nach modernsten Standards errichtet und erlaubt die Konzentration auf die wirtschaftliche Fertigung hochwertiger Polstermöbel in einem betont fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Als einer der ersten Produzenten führt Ewald Schillig den CAD-gesteuerten Stoffzuschnitt mit automatischen Cuttern ein. Die Treue zum heimischen Standort, der wohlüberlegte Umgang mit den regionalen Ressourcen, das unbeirrbare Streben nach Qualität und der stets vorausschauende Blick auf die Bedürfnisse des Marktes: Die bereits vom Unternehmensgründer etablierten Werte schreiben die Erfolgsgeschichte des Unternehmens Ewald Schillig mehr als 40 Jahre später kontinuierlich fort.

    Traditionsbewusstsein, Meilensteine, neue Wege:
    Los Angeles kommt aus Ebersdorf
    Bedingt durch einen familiären Schicksalsschlag übernehmen Horst Hennings Sohn Carsten und seine Frau Tanja 1994 frühzeitig das elterliche Werk. Unter dem Einfluss des jungen Unternehmerpaares schlägt Ewald Schillig eine deutlich modernere Designlinie ein; nach der Landhaus- und „Knolli Bolli”-Ära halten jetzt verstärkt kubische Formen Einzug in das Produktportfolio. Mit der Garnitur „Los Angeles” kommt der Durchbruch – das Unternehmen beweist damit auch in der dritten Generation ein hervorragendes Gespür für die Bedürfnisse des Marktes, betriebswirtschaftliches Geschick und Weitsicht. Mit der weiteren Modernisierung der Produktion, einer EDV Umstellung und der Entstehung eines Showrooms investieren Carsten und Tanja Henning in die Zukunftssicherheit des Unternehmens. Gleichzeitig legen sie mit einer eigens für den deutschen Markt interpretierten italienischen Designlinie den Grundstein für die kommenden Jahrzehnte und prägen die charakteristische und unverkennbare Formensprache der Ewald Schillig-Möbel. In enger Verbundenheit mit den Wurzeln und Werten des Unternehmens bewahren sie dabei jederzeit die Gedanken des Gründervaters und eine entsprechend wohlüberlegte Preispolitik: Qualitativ hochwertige, durchdachte Möbel zu fairen Preisen.

    Weiterentwicklung mit Herz und Verstand:
    Das Funktionssofa Florenz erobert Deutschland
    1998: Mit seinen klaren Linien, der zurückhaltenden Farbgebung, dem zeitlosen Design und einer raffinierten Funktion erobert das Modell „Florenz” den Markt und läutet erneut eine neue Ära ein. Bei diesem Richtungswechsel geht es nicht darum, ein neues Designdenkmal zu setzen – sondern dem Wunsch nach langlebigen, praktischen und doch eleganten Polstermöbeln zu begegnen. Das Festpolstersofa, das ohne lose Auflagen auskommt und daher immer akkurat aussieht, trifft also in gewohnter Ewald Schillig-Manier den Nerv der Zeit. Im Osten Deutschlands wird das preislich äußerst attraktive Modell mit der integrierten Funktion zur Sitztiefenerweiterung schlichtweg zum Bestseller, weil es die geradezu perfekte Lösung für die Herausforderung „kleine Wohnung und kleines Budget” darstellt.

  • 2000ER-JAHRE – EWALD SCHILLIG WIRD ZUM MARKTFÜHRER IN OBERFRANKEN

    Die ersten Ledergarnituren und erneut eine Pionierrolle
    Mit der Entscheidung, auch Ledergarnituren zu fertigen, setzt das Unternehmen im Jahre 2002 einen weiteren Meilenstein. Für die hocheffiziente Verarbeitung des Rohstoffes setzt Ewald Schillig 2005 erstmalig einen Ledercutter ein und zeigt sich damit wiederholt als Pionier. Eine weitere EDV-Umstellung ebnet den Weg in die digitale Zukunft. Eine stets umsichtige, moderne Modellpolitik, die konsequente Präsenz auf großen Messen und nicht zuletzt der ausschließliche, qualitätssichernde Vertrieb über den Fachhandel samt umfangreicher Verkaufsunterstützung in Form von hochwertigem Bild- und Werbematerial prägen bis dato Reputation und Name des Traditionsherstellers. Auch in diesen Jahren beweist die Resonanz des Marktes die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges; es beginnt eine Wachstumsphase, die im Jahr 2012 schließlich von der Marktführerschaft in Oberfranken gekrönt wird.

  • KLEINER EXKURS ZUM MILLENNIUM

    Die Früchte kontinuierlicher Wertearbeit:
    Ein Unternehmen wird zur Marke
    Die über Jahrzehnte und Generationen hinweg gepflegten Unternehmenswerte und die stets mit viel Bedacht und Weitsicht getroffenen Entscheidungen zeigen ihre Wirkung nun also unübersehbar: Ewald Schillig entwickelt sich kontinuierlich zur bekannten und begehrten Marke. Das oberfränkische Familienunternehmen gilt inzwischen als Spezialist für Sofas, Sitzlandschaften und Sessel mit komfortunterstützenden Funktionen. Die Marke Ewald Schillig steht für überzeugende Material- und Verarbeitungsqualität, ansprechendes Design, durchdachte Funktionen und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Sichtbar gemachtes Selbstverständnis:
    Entstehung und Bedeutung des Ewald Schillig-Logos
    Wir schreiben das Jahr 2001: Die Entwicklung des Unternehmens zur Marke verlangt unter anderem nach einer behutsamen Weiterentwicklung der Unternehmenskommunikation und Außendarstellung. Dazu gehört auch die Neugestaltung des Logos; als elementarer Bestandteil des visuellen Erscheinungsbildes soll es das Selbstverständnis des Herstellers, also dessen Wurzeln, Werte und Überzeugungen, grafisch widerspiegeln. Mit viel Fingerspitzengefühl und Kreativität entsteht schließlich eine authentische und einprägsame Wort-Bild-Marke. Deren Hauptelemente, zwei einander offen zugewandte E’s, sind in ihrer Kombination so genial wie transparent: Das linksseitige E steht für den Namen des Gründervaters und Unternehmens. Das rechtsseitige, gespiegelte E steht für den Unternehmensstandort Ebersdorf. Die Nähe und Zugewandtheit der beiden Buchstaben symbolisiert deutlich die enge Bindung Ewald Schillig’s zu seinem Wohnort und Firmensitz. Apropos raffiniert … lässt man das Auge einen Moment lang zwischen den beiden E’s ruhen, ergibt sich ein Wahrnehmungswechsel und ein geradezu magischer Effekt - das um 90 Grad gedrehte H, der Anfangsbuchstabe des Wortes Heimat, wird sichtbar. Der darunter stehende Unternehmensschriftzug rundet das sogenannte Kippbild folgerichtig ab. Traditionsbewusstsein und Heimatverbundenheit, die Wertschätzung gegenüber dem Gründer, der über alle Generationen hinweg verankerte Qualitätsanspruch - bis heute gibt das Logo die wertebasierte Identität des Unternehmens Ewald Schillig auf unverwechselbare Weise wieder.

  • 2012 – DIE EINFÜHRUNG DER PREMIUMMARKE BRAND

    Mit „erschwinglichem Luxus” auf veränderte Kundenbedürfnisse reagieren
    Mit Gründung der Ewald Schillig Brand GmbH & Co. KG und Einführung der Premiummarke perfektioniert das Unternehmen die Kombination aus Qualität, Design, Funktionalität und fairem Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit brand entsteht ein Portfolio sehr hochwertiger, ästhetischer und bis ins Detail durchdachter Polstermöbel für anspruchsvolle, preissensible Individualisten. Entsprechend „laut”, extravagant und individuell ist auch das Marketingkonzept, das sich ganz bewusst von dem der Muttermarke abhebt. Aufwändige Studioproduktionen, eine eigens entwickelte Bildsprache und eine aufmerksamkeitsstarke Print- und Online-Kommunikation ermöglichen eine zügige und erfolgreiche Positionierung – brand wird zusehends zum Sinnbild für den modernen, urbanen Lebensstil junger und jung gebliebener Charakterköpfe.

  • 2016 – EIN FAMILIENUNTERNEHMEN MIT VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT

    Wurzeln und Weitblick in Balance
    Im Jahr 2016 tritt Philipp Henning in die Geschäftsführung ein. Somit widmet sich mittlerweile bereits der Urenkel des Gründers den Geschicken des Unternehmens – und der so kostbaren Balance zwischen Wurzeln und Weitblick, zwischen Traditionsbewusstsein und Innovationsgeist. Die tradierten Werte und die daraus folgenden Ziele dienen nun auch ihm als Leitplanken für die unternehmerischen Entscheidungen. Der Anspruch, jeden Tag aufs Neue verantwortungsvoll, achtsam und überlegt zu handeln, damit möglichst jedes Polstermöbel „rundum perfekt“ wird, wird das Unternehmen somit auch zukünftig prägen.

  • 2018 – EINE NEUE KOMMUNIKATIONS- UND MARKENWELT

    Noch besser auf Mensch und Markt eingehen –
    mit den Markenwelten brand und SMART und einer neuen Website
    Auch in Sachen Kommunikation und Erscheinungsbild des Unternehmens will die kostbare Balance zwischen Bewährtem und Neuem gehalten werden. Markt und Menschen stehen nicht still, die gesamte Branche unterliegt einem steten Wandel und auch das Recherche- und Kaufverhalten der Verbraucher verändert sich zusehends – der Online-Möbelkauf ist unübersehbar ein Wachstumsmarkt. Auch diesmal reagiert Ewald Schillig umgehend auf die Veränderungen und widmet sich der unabdingbaren Weiterentwicklung der Unternehmens- und Markenkommunikation. Auf wichtige Trends und Strömungen zu reagieren, ohne an Authentizität oder Wertetreue zu verlieren, heißt die Herausforderung. Dass es gelingt diese zu meistern, zeigt das Unternehmen im Mai 2018 mit einem sorgfältig konzeptionierten und mit viel Detailliebe umgesetzten Website-Relaunch und zwei überarbeiteten Markenwelten: Ewald Schillig brand und Ewald Schillig SMART. Das Portfolio wird dadurch noch übersichtlicher und die Modellauswahl noch komfortabler. So können die Fachhandels- und Online-Partner in Sachen Präsentation, Beratung und Verkauf noch besser unterstützt werden; und für die Kunden gestaltet sich der Weg zum Traumsofa nunmehr noch einfacher, schneller und schöner.