Pilling, Sitzspiegel & Co:
Warentypische Eigenschaften von Bezugsstoffen

Gewiss werden Sie den Bezugsstoff Ihres neuen Möbels in erster Linie danach auswählen, ob er Ihnen gefällt. Und das ist natürlich richtig so.

Bezugsstoffe unterscheiden sich allerdings nicht nur durch ihre Optik oder Haptik, sondern besitzen ganz spezifische, sogenannte warentypische Eigenschaften, welche Sie bei Ihrer Entscheidung nicht unberücksichtigt lassen sollten.

Wie die wichtigsten warentypischen Eigenschaften definiert sind und sich zeigen, möchten wir Ihnen nachfolgend erläutern. Bitte beachten Sie, dass es sich jeweils um natürliche Eigenschaften eines verarbeiteten Materials handelt, die keinen Reklamationsgrund darstellen.

  • Details zu warentypischen Eigenschaften

    Die warentypischen Eigenschaften eines Stoffes sagen zwar unter anderem etwas über dessen Robustheit und Langlebigkeit aus, lassen sich aber nicht unbedingt am Preis ablesen. Sprich: Der teuerste Stoff muss nicht unbedingt der strapazierfähigste sein. Der Preis gibt eher Auskunft über die Exklusivität der verwendeten Materialien, über den Aufwand für das Webverfahren oder über den ästhetischen Wert des Stoffes.

    Im Alltag werden Bezugsstoffe hohen Gewichtsbelastungen, Scheuerbewegungen, Licht, Wärme, Schmutz und vielen anderen Belastungen ausgesetzt. Je nachdem, welche warentypischen Eigenschaften ein Stoff besitzt, bewältigt er diese Belastungen gut oder weniger gut. Dies hängt nicht zuletzt von der Qualität (nicht der Exklusivität!) der verwendeten Materialien ab. Aber auch von der Nutzungsintensität und dem generellen Umgang mit Ihrem Polstermöbel sowie von einigen äußeren Einflüssen.

  • Tipps zur Wahl des "richtigen" Bezugsmaterials

    Da die Wahl des Bezugsstoffes für die dauerhafte Zufriedenheit mit Ihrem Ewald Schillig-Möbel von großer Bedeutung ist, dürfen wir Ihnen an dieser Stelle erneut die Beratung durch einen Fachhandelspartner in Ihrer Nähe sowie unsere kleine Checkliste für die Wahl des optimalen Bezugsstoffes ans Herz legen.

  • Pillingbildung
    Pilling

    Vorwiegend bei Flach- und Mischgewebe treten anfänglich bei der Benutzung kleine Knötchen auf, wie man sie auch von Wollpullovern kennt. Dabei handelt es sich um lose Partikel des verwendeten Garns, häufig vermischt mit Bekleidungsfusseln. Das sogenannte „Pilling“ entsteht häufig schon nach kurzem Gebrauch und kann mit einem speziellen Fusselgerät entfernt werden.

  • Sitzspiegel/Gebrauchslüster
    Sitzspiegel

    Bei Velours oder veloursähnlichen Oberflächen sieht man je nach Lichteinfall häufig einen gewissen Hell-Dunkel-Effekt der durch Körperdruck, Körperwärme und Feuchtigkeit entsteht. Je höher und kuscheliger der Flor, desto flacher legt er sich im Gebrauch.

  • Farbunterschiede
    Farbunterschied

    Leichte Farbabweichungen zwischen dem Bezugsstoffmuster und dem für Ihre Garnitur verwendeten Bezugsstoff sind chargen- bzw. fertigungsbedingt und nicht auszuschließen. Abweichungen dieser Art liegen im offiziellen Toleranzbereich.

  • Changieren
    Changieren

    Das sogenannte Changieren ist ein optischer Effekt, der bestimmten Stoffbezügen ihre Lebendigkeit verleiht. Je nach Blickwinkel, Lichteinfall und Laufrichtung des Stoffes sind unterschiedlich starke Schattierungen wahrnehmbar. Dieser Effekt lässt sich übrigens auch erzielen, wenn man mit der Hand entgegen der Mikrofaser-Ausrichtung über den gleichnamigen Stoff fährt oder sich die Oberfläche des Möbels bei Gebrauch wölbt.